Überlebenstipps: von Student zu Student

Xavier aus Frankreich

Hallo alle zusammen,

Ich heiße Xavier. Ich komme aus Frankreich und ich studiere in Passau als Erasmusstudent seit September 2012.

Zunächst einmal  ist Passau eine wirklich schöne, sehr interessante Stadt, in der ihr viele Sachen machen könnt. Passau ist eine Stadt, in der man merkt, dass alle Studenten sich durch Hochschulgruppen oder Studenten-Partys kennen lernen, besonders zum Beispiel bei AEGEE, einer guten Hochschulgruppe in Passau, die sich um die Erasmusstudenten kümmert mit einem interessantem Programm.

Das einzige Problem, das ich zu Beginn hatte, war das Universitätssystem zu verstehen, unter anderem wie die Unterrichte funktionieren?  Was ist der Unterschied zwischen einer Vorlesung, einer Übung, einem Sprachkurs, einem Tutorium usw. ? Manchmal war es nicht so einfach, dies für einige Fächer herauszufinden, aber Hochschulgruppen wie AEGEE oder die Verwaltung (Auslandsamt) können euch helfen, solche Fragen zu beantworten. Ihr solltet versuchen, euch zu integrieren und Freunde zu gewinnen. Es gibt zum Beispiel auch die Erasmus-Orientierungswochen organisiert vom Auslandsamt. Wenn ihr administrative Probleme mit der Universität habt, fragt beim Auslandsamt nach (Behörde für Erasmus).

Sobald ihr alles versteht und Freunde gefunden habt, funktioniert alles wie von allein. Außerdem ist der Vorteil von Passau, dass es nicht weit von Österreich, den Alpen, dem Bayerischer Wald, der Tschechischen Republik oder auch von schöne Städten wie München (Oktoberfest), Regensburg, Linz, Salzburg, Wien, Budapest, Augsburg, Nürnberg, usw. entfernt ist. Erasmus ist ein gutes Projekt, um euer deutsch zu verbessern, deutsche Freunde zu finden, die bayerische und deutsche Kultur zu lernen, andere Erasmusstudenten zu treffen und deren Kultur.

In Passau ist es immer schön, einen Kaffee oder ein Bier mit Freunden zu trinken.

In Passau langweilt man sich nie, es gibt immer etwas zu tun !! Falls ihr noch mehr Fragen habt, könnt ihr auch mal auf die Uni-Website schauen.

Julia aus Russland

Nützliche Tipps!

Es ist immer schwierig, den Wohnsitz zu wechseln, insbesondere wenn es ums Ausland geht. Ich bin Teilnehmerin an dem Austauschprogramm 2012/2013.

Welche Ratschläge kann ich euch geben?

Vor allem ist das Klima in Passau feucht. Viele Studenten, die hier angekommen sind, waren deswegen krank. Deshalb nehmt Medikamente und esst mehr Vitamin C! Bringt warme Kleidung und einen Schirm mit! Obwohl der Herbst  nur begann, war das Wetter schon kühl, besonders abends. Und es regnet hier oft. Der Winter ist kalt.

Mädchen, vergesst eure hochhackigen Schuhe! Das ist Passau, die Landschaft ist ziemlich bergig.

In Deutschland legt man Wert auf Ökologie. Hier trennt man den Müll. Es ist auch normal und gewöhnlich, Flaschen abzugeben. Jetzt wohnt ihr hier und müsst diese Gewohnheit annehmen. Mir ist aufgefallen, dass der Preis eines Getränks aus zwei Teilen besteht. Der Erste ist für das Getränk und der Zweite ein Flaschenpfand. Man kann spezielle Automaten in jedem Supermarkt finden, um die Flaschen abzugeben. Es ist sehr leicht!

Außerdem möchte ich euch auf den „ruhigen Sonntag“ aufmerksam machen. Die Geschäfte sind von  Samstag, 20.00 Uhr bis Montagmorgen geschlossen! Wenn ihr am Sonntag auch essen wollt, dann kauft alles vorher.

Und noch eins: wenn jemand die Mensa Karte verliert, sucht nach der Karte beim Mensakarten-service. Er befindet sich gegenüber der Mensa.

Das waren nur einige Schwerpunkte! Ich hoffe, dass ihr euch hier gut einleben könnt und dass ihr ein ausgezeichnetes Jahr verbringt! Viel Spaß!

P.S. Vergesst nicht zu studieren!

Anthony aus England

Meine Erfahrung in Passau – von Anthony Garbett (Engländer)

Hallo alle; ich heiße Anthony Garbett, und ich war von März bis Juli 2015 Erasmusstudent in Passau.

Als ich erstmals in Passau angekommen bin, war es das erste Mal, dass ich weg von meiner Heimatstadt, Sheffield, gelebt habee, also hatte ich vielleicht mehr Angst als ich jemals zuvor hatte.  Ich bin leider zu früh angekommen, und deshalb war es schwieriger, mich anfangs einzuleben.  Deswegen empfehle ich, dass ihr frühestens zwei Wochen vor den O-Wochen nach Passau kommt, nicht früher.

Am Anfang der O-Wochen und des Semesters konnte sich jedoch alles zum Besseren wenden.  Ich habe entschieden, mich bei  AEGEE zu engagieren, denn es war für die Unterstützung von Erasmus-Studenten und Veranstaltungen für die Erasmus-Studenten zuständig.  Mein Engagement bei AEGEE war die perfekte Gelegenheit, andere Deutsche und kennenzulernen, und mein Deutsch zu üben und zu verbessern.  Obwohl es einfacher scheinen kann, nur bei Menschen aus dem gleichen Land bzw. mit demselben sprachlichem Hintergrund wie ihr zu bleiben, schlage ich vor, dass ihr versucht, euch bei Leuten aus anderen Hintergründen und Kulturen zu integrieren, weil das sehr vorteilhaft von zahlreichen Gesichtpunkten her ist.

Die Universität bietet das Patenprogramm an, und bei AEGEE kann man im Intercambio teilnehmen.  Ich habe mich für beide Programme eingeschrieben, und konnte zwei Deutsche, die beide sehr hilfreich waren, kennenlernen.

Während meines Aufenthalts in Passau konnte ich an vielen Aktivitäten teilnehmen, einschließlich des Bayerischen und des Internationalen Abends, Erasmus-Partys, der Riverboat-Party, und so weiter.  Außerdem kann man in seiner Freizeit reisen, und es ist besonders günstig, durch Bayern und in das Nachbarland, Österreich, zu fahren.

Wenn ihr in eurem Heimatland ein bestimmtes Hobby habt, müsst ihr das während eurer Zeit in Passau nicht aufhören; zwei meiner tschechischen Freunden spielten Fußball in der Uni-Mannschaft, einer meiner amerikanischen Freunden spielte in einer Rugbymannschaft, und ich wurde Mitglied einer Theatergruppe, mit der ich eine Rolle im Theaterstück von Mary Shelleys Frankenstein gespielt habe.  Es gibt nichts, was eure Integration verhindern kann.

Wenn ihr Angst vor eurem Aufenthalt in Passau habt, verstehe ich das.  Es ist nicht schlecht, Angst zu haben.  Diese Erfahrung war bisher aber eine der besten meines Lebens.  Ich habe so viele neue Freundschaften geschlossen, nicht nur mit Deutschen, sondern auch mit Studenten und –innen aus Irland, Tschechien, der Slowakei, Italien usw. und sogar aus nichteuropäischen Ländern, wie der USA, Mexiko, Argentinien und Brasilien.  Die Liste ist sehr groß – ich könnte sie endlos fortsetzen!

Wenn ihr jemals Sorgen bzw. Fragen habt, könnt ihr mit AEGEE oder dem Akademischen Auslandsamt sprechen; vertraut mir, ihr seid in sicheren Händen. Ich glaube, das ist alles.  Aber glaubt mir – wenn ich es schaffe, dann könnt ihr es auch schaffen.

Viel Spaß bei eurem Aufenthalt in Passau! 🙂